Samstag, 15. April 2006
Filmtagebuch #45
Wieder viele kleine Nachträge:

Akai hashi no shita no nurui mizu (2001)
Die Handlung irgendwo zwischen alltäglich, absurd und fantastisch, lieferte Regiesseur Shohei Imamura (Unagi) hier ganz klar einen meiner Lieblingsfilme ab. Gelacht und gestaunt habe ich bei Warm Water under a red Bridge, oder auf deutsch: Wasserspiele. Sobald ich ne ordentliche DVD auftreibe, wird der nochmal gesehen. Bis dahin: Sehr empfehlenswert!

Dai-bosatsu Tôge (1966)
Tatsuya Nakadai als soziopathischer Samurai Ryunosuke. Regie führte Kihachi Okamoto. Episch anmutendes s/w Drama mit einigen außergewöhnlichen Actionszenen, dazu gehört auch das großartige Ende. Optisch ist dieser Samuraifilm spitze. Inhaltlich etwas träge, aber gut. Deutscher Titel: Sword Of Doom. Auch hier muss eine nochmalige Sichtung abgewartet werden.

A History Of Violence (2005)
Cronenbergs Jüngster ist ganz groß, will ich meinen. Viggo Mortensen in der Hauptrolle kommt gut. Die für Cronenbergs Verhältnisse eigentlich simple Story, macht dank der innovativen Mischung von Familiendrama und dem Ein Mann räumt auf Plot ordentlich was her. Die Actionszenen sind hervorragend: Kurz und Schmerzvoll. Damit wäre eigentlich alles gesagt.

Dirty Harry IV: Sudden Impact (1983)
Auch dieser Teil gefällt wieder. Eastwood bringt ein paar nette One-Liner, zudem hat er mit Sondra Locke mal einen ganz anderen Typ von Gegenspieler. Auch inhaltlich unterscheidet sich Sudden Impact etwas vom Rest der Reihe. Das Ende ist dann auch noch ne kleine Überraschung. Gut so.

The Hills Have Eyes (1977)
Wollte nochmal das Original von Wes Craven sehen, bevor jetzt irgendwann das so hochgelobte Remake dran kommt. Schön dreckig. Ging in Ordnung.

Colors (1988)
Einer der wenigen Regiearbeiten von Dennis Hopper erzählt die Geschichte der beiden Polizisten Danny McGavin (Sean Penn) und Bob Hodges (Robert Duvall). Die Beiden sind für eines der vielen Viertel in Los Angeles zuständig, in denen Banden und Verbrecher das Sagen haben (Hey Blood!). Leider verläuft die Geschichte ein wenig zu routiniert und somit sorgt das tragische Ende nur noch für wenig Überraschungen, geschweige denn Beifall. Trotzdem interessanter Film, auch wenn Sean Penn mir hier irgendwie auf die Nerven geht. GTA:SA Spieler sollten aber in jedem Fall mal einen Blick riskieren. Man erkennt so einiges wieder.

Lashou Shentan (1992)
Oder auch God Of Guns, Ruthless Super-Cop oder Hard Boiled. Das hier ist und war wohl John Woos Höhepunkt.

Wedding Crashers (2005)
Nette Komödie für zwischendurch. Sogar durchaus besser als aktuelle Durchschnittskomödien aus Hollywood. Nicht zuletzt auch wegen den charismatischen Hauptdarstellern Owen Wilson und Vince Vaughn. Ausserdem gibts wieder mal Christopher Walken in ner Nebenrolle. Nichts besonderes, aber einfacher Spaß.

Boksuneun naui Geot (2002)
AKA Sympathy For Mr. Vengeance. Während Oldboy schnell in die Vollen geht, bleibt Chan-wook Parks Mr. Vengeance eher still und unauffällig. Trotzdem, die Geschichte von Ryu, einen taubstummen Mann der eigentlich nur seiner Schwester zu einer lebensnotwendigen Nierentransplantion verhelfen will, berührt in wenigen Momenten ganz gewaltig. Heftigste Szene, ohne was vorwegzunehmen: Als das kleine Mädchen Ryu nach seiner Rückkehr die Nachricht übergibt. Ach ja, optisch ist das Ganze auch noch auf höchstem Niveau.

Beyond Re-Animator (2003)
Sehr spät nachgeschobener dritter Teil der Re-Animator Saga. Sehr ironisch, manchmal sehr lustig, aber gleichzeitig auch ziemlich billig. Immerhin fehlt Jeffrey Combs nicht. Diesmal nutzt er Gefangene eines Todestrakts für seine Experimente. Kann man Spaß dran haben, muss man aber nicht.

Nochnoi Dozor (2004)
Hat gute Momente, hat schlechte Momente. Aber wie bei vielen Buchverfilmungen, hält man sich nicht lange mit Erklärungen auf, so dass ich mich mit der Handlung ein wenig schwer tat. Kenn aber halt die Vorlage nicht. Die erste halbe Stunde gefällt mir sehr gut, dannach wurde mir der Film immer gleichgültiger.

State Property (2002)
Die Hoodversion von Scarface. Bis auf ein paar unfreiwillige Lacher eigentlich schrecklich.

Harry Potter and the Goblet of Fire (2005)
Vierter Teil. Wahrscheinlich aufgrund seiner etwas düsteren Atmosphäre der unterhaltsamste Teil. Wieder sind Kulisse und die drolligen Nebencharaktere (Mad­Eye Moody!) spitze. Der Rest ist uninteressant und wird den Büchern (auch wenn ich mich wohl kaum als Fan bezeichnen kann) kaum gerecht.

The Salton Sea (2002)
Sehr komplexes Verwirrspiel mit Val Kilmer. Fand ich gut, aber nicht mehr.

Reeker (2005)
Eher durchschnittlich inszenierter Horrorfilm, aber für Genrefans trotzdem empfehlenswert. Gibt einige schicke Effekte und ausserdem ne spitzen Auflösung am Ende. Ruhig mal reinschauen.

Rocky IV (1985)
Noch unterhaltsam. Dolph Lundgren hält diesmal als Gegner her und Apollo Creed kriegt nochmal nen richtig aufwändigen Auftritt verpasst (unterstützt von James Brown). Die Geschichte mit dem Ost - West Konflikt gestaltet sich zwar äußerst unglaubwürdig, aber was solls. Rocky III war auch schon kein ernstes Stück Film mehr.

Gou yeung yi sang (1992)
Ein weiterer CATIII Film. Auch bekannt als Dr. Lamb. Simon Yam spielt einen verstörten Taxifahrer, der wenn Regen fällt einen Mord begeht und den jeweiligen toten Körper für private Fotoaufnahmen missbraucht und verunstaltet. Bizarr und pervers, gegen Ende immer fieser und besser. Kein persönlicher Favorit, aber immer noch sehenswert.

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